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Nach nur fünf Monaten Bauzeit und damit deutlich früher als geplant haben die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH und Laborgh Investment GmbH heute gemeinsam mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel den Richtkranz für das „Powerhouse“ in Berlin-Adlershof gehisst. In den fünf Gebäuden des ersten Plus-Energie-Projektes im Berliner Mietwohnungsbau entstehen in der Newtonstraße/Wilhelm-Hoff-Straße insgesamt 128 Wohnungen, die wegen des zukunftsweisenden Energiestandards warme Betriebskosten von nur ca. 40 ct/m² Wohnfläche aufweisen werden. Der Durchschnittswert in Berlin liegt bei aktuell 1,08 €/m².

Maßgeblich für die energetische Qualität der Gebäude ist zum einen die Energieproduktion durch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf den Dächern des „Powerhouse“. Zum anderen werden die Gebäude mit einer hervorragend gedämmten Gebäudehülle und einer hocheffizienten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung mit einem Rückgewinnungsgrad von über 80% ausgestattet. Damit erfüllt das „Powerhouse“ den „Effizienzhaus Plus-Standard“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Demnach sind sowohl End- als auch Primärenergiebedarf geringer als der in den Gebäuden erzielte Ertrag. Es wird mit einem Stromüberschuss von 1.438 kWh und einem Wärmeüberschuss von 1.188 kWh pro Jahr gerechnet.

„Mit dem „Powerhouse“ setzt erneut eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft neue Maßstäbe im Mietwohnungsbau“, sagte Senator Andreas Geisel. „Die HOWOGE und ihre Partner schaffen in Adlershof attraktiven und modernen Wohnraum. Das Energiekonzept ist innovativ, energieeffizient und spart Ressourcen. Das ist gut für das Klima und gut die zukünftigen Mieterinnen und Mieter.“

„Das „Powerhouse“, unser Modellprojekt für nachhaltigen Wohnungsbau, bietet Vorteile für alle Seiten: Unsere zukünftigen Mieter profitieren von der geringen Belastung durch die zweite Miete und die HOWOGE kann den Betrieb von Anlagen für Solarthermie und Photovoltaik erproben“, ergänzte HOWOGE-Geschäftsführerin Stefanie Frensch. „Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir hier mit Mieterstrom und innovativen Wärmekonzepten sammeln, wollen wir nutzen, um erfolgreiche Elemente als Standard in andere Neubauprojekte zu übernehmen.“

Die HOWOGE hat das „Powerhouse“ Anfang 2016 vom Projektentwickler Laborgh erworben und wird die Gebäude nach Fertigstellung im Frühjahr 2018 schlüsselfertig übernehmen. Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz erläuterte: „Mit dem Power-house entwickeln wir ein energetisches und wirtschaftliches Musterbeispiel im Mietwohnungsbau, das neue Standards zum nachhaltigen Bauen auch größerer Wohn-anlagen unter Einsatz innovativer Technologie setzt."

Auf dem 8.200 m² großen Grundstück wird eine Wohnfläche von rund 8.500 m² realisiert. Die fünf von Deimel Oelschläger Architekten entworfenen Gebäude wei-sen jeweils drei Vollgeschosse auf. Von den 128 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 30 und 100 m² werden 40 barrierefrei sein. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Gartenterrasse. 10 Prozent der Wohnungen werden an Mieter mit Transfereinkommen vermietet. Das Wohnraumangebot wird ergänzt durch 28 PKW-Stellplätze und eine Tankstelle für E-Mobile.

Den bisherigen Verlauf der Bauarbeiten schilderte Marcus Becker, Geschäftsführer der Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH: „Das Konzept eines Plus-Energie-Hauses im Bereich des Mietwohnungsbaus auch in die Praxis umzusetzen, war eine Herausforderung. Dieses gelungene Beispiel zeigt, dass es mit guter Planung und zuverlässigen Partnern funktioniert. Wir sind stolz darauf, zur Realisierung dieses Projekts beigetragen zu haben. Dies umso mehr, da wir mit dem Bau zügiger vorankommen, als ursprünglich geplant.“

Mit dem „Powerhouse“ weitet die HOWOGE ihr Wohnungsbauengagement auf Treptow-Köpenick aus. Insgesamt rund 1.250 Wohnungen mit einem Anteil von 30 Prozent geförderter Wohnungen und 100 Mikroapartments für Studenten plant das Unternehmen im Südosten der Stadt. Der Großteil wird in Adlershof im Umfeld des Technologieparks entstehen.

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